Saisonbericht D-Juniorinnen

Vierter Schlussrang nach Steigerung ab Saison-Mitte
Eine spannende Saison geht zu Ende: Einerseits traten wir im Gegensatz zur letzten Runde das erste Mal nicht in der „Zürisee“-, sondern der „Winterthur“-Gruppe an, was uns viele neue Gegner bescherte. Ausserdem standen die D-Juniorinnen bei 7 Abgängen ins C und 7 Aufsteigerinnen aus dem E vor einem grösseren Umbruch. Dass von den letztes Jahr erzielten 32 Treffern gleich 27 von Neu-C-Juniorinnen erzielt wurden deutet darauf hin, dass viel Arbeit vor unserem Team lag. Und alle Mädchen gaben ihr Bestes…

Nach den ersten drei sieglosen Meisterschafts– resp. Pokalspielen bei 17 Gegentoren hatte die Stabilisierung der Defensive oberste Priorität. Der taktische Wechsel zu nur einer Stürmerin und zwei lauffreudigen Flügelflitzern zu Gunsten einer dritten Verteidigerin verlangte von den Mädels anfangs zwar Flexibilität und spielerisches Verständnis, brachte uns aber auch zügig auf die Erfolgsspur.

Mit einem berauschenden 13:1 über Neftenbach wurden die Uhren auf Null gestellt und die Saison quasi am dritten Spieltag neu eingeläutet. Die Mädchen gewannen Vertrauen in sich und die neue taktische Ausrichtung und bestätigten dies eine Woche spä-ter mit einem überzeugenden 5:1 über Phönix Seen. Einer schwächeren Vorstellung gegen den körperlich überlegenen aber spielerisch schwächeren FC Rafzerfeld und einer weiteren (trotz Chancenplus) unglücklichen 0:2 Niederlage gegen Team Furttal folgte eine beeindruckende Serie von drei gewonnenen Partien in Folge, die zum verdienten vierten Schluss-rang führte.

Der Wechsel in die D-Juniorinnen verlangte viel von unseren neuen 2010er-Mädels: grössere Gegnerinnen, 9er-Fussball, die Spielfläche fast verdoppelt, 15 Minuten längere Spielzeit und dazu die schwer verständliche Abseitsregel mussten in den ersten Wochen verinnerlicht werden. Athletik und eine körperliche (und mentale) Robustheit wurden neben den fussballerischen Fähigkeiten auf und neben dem Platz gefördert, um sich mit den anderen Teams zumindest auf Augenhöhe messen zu können.

Welche Eindrücke bleiben zurückblickend? Zunächst einmal die grosse Erleichterung, dass trotz des über unseren Köpfen schwebenden Corona-Damokles-Schwerts sowohl der Trainings- als auch Spielbetrieb weitergeführt werden konnten. Abseits von Toren und Punkten erfreuten wir uns an der fussballerischen Weiterentwicklung jedes einzelnen Mädchens; angefangen von der Ballkontrolle über die mutigere Zwei-kampf-Führung bis zu Fortschritten bei der Positionierung auf dem Spielfeld. Bei aller Leistungsbereitschaft kam auch der Spass nicht zu kurz. Indiz dafür war der Zuwachs der Trainingsteilnehmerinnen auf zwischenzeitlich 24 Mädels, von denen mittlerweile 20 (!) einen Spielerpass besitzen. Warum war trotz des grossen Kaders die Reservebank bei den Spielen des öfteren sehr dünn besetzt? Definitiv beklagten wir diese Saison gegenüber letztem Jahr eine höhere Anzahl an Absenzen - teils wegen gesundheitlicher Einschränkungen, teils anderen zeit-gleichen Privatveranstaltungen mit offenbar höherer Priorität. Durch die wechselnden Aufstellungen fanden sich einige Mädchen gelegentlich auf ungewohnten (teils ungeliebten) Positionen wieder, auf denen sie im Sin-ne des Teams trotzdem ihr Bestes gaben. Aufgrund einiger aus der Not geborenen „Experimente“ mangelte es vielen D-Juniorinnen an regelmässigem Einsatz auf „ihrer“ Position, worunter die routinierten Abläufe etwas litten. Neben dem üblichen Trainingsbetrieb werden wir in naher Zukunft auch ein Augenmerk auf ein paar „Schlafende Riesen“ im Team werfen, die spielerisch und technisch einigen Gegnerinnen gefühlt um Lichtjahre voraus waren, die überzähligen PS aber (noch) nicht auf den Rasen brachten. Hier werden mit den entsprechenden Mädels sicher Gespräche geführt und gezielte Trainingsübungen eingestreut, um ihr Selbstvertrauen zu steigern und ihre Handbremse im Wettkampf-Modus zu lösen.

Die Fortschritte der D-Juniorinnen waren im ersten halben Jahr wirklich erstaunlich. Wir wer-den natürlich an unseren Fussballkünsten arbeiten, Spass und Teamgeist sollen aber weiterhin nicht zu kurz kommen. Das Trainerteam wird daran arbeiten, aus den aktuell 20 Mädchen eine verschworene Einheit zu bilden, die zusammen gewinnt und verliert, vor allem aber jede gemeinsame Minute geniessen wird. Let‘s go, Effi!