Junioren Da: Spiele gegen SC Veltheim und SC Hegi

SC Veltheim – FC Effretikon 3:5 (1:1, 1:2, 1:2) - FC Effretikon – SC Hegi 10:0 (4:0., 2:0, 4:0) 
Spektakel-Sieg beim Favoriten, «Stängeli» gegen den Tabellenletzten
Wahnsinn, was die Da-Junioren des FC Effretikon gegen Veltheim geboten haben. Beim verdienten 5:3-Sieg über den Favoriten steigerte sich die Equipe des Trainerduos Mike Vojtech und Biagio Vano in einen Spielrausch. Gerade mal 40 Stunden später empfingen sie auf dem Sportplatz Eselriet den SC Hegi und schickten die Gäste aus Winterthur mit einer 10:0-Packung heim.
Auf dem Sportanlage Flüeli trafen zwei motivierte Teams aufeinander, die für ein hochstehendes, intensives Spektakel sorgten. Nebst den acht Toren wurden in Winterthur je zwei «Holztreffer» notiert.

Für einmal stotterte Veltheims gefürchtete Angriffsmaschinerie (sechs Goals pro Match). Allerdings nicht, weil der Ranglistenfünfte aus Effretikon sich einigelte. Geistig und körperlich vom An- bis zum Abpfiff präsent, hielt der bewegungsfreudige FCE das hohe Tempo mit und übernahm mehrheitlich das Spieldiktat. Achtsam von den Trainern vorbereitet, befolgten die alles andere als verkrampften FCE-Junioren die Vorgaben diszipliniert.

 Der beste Match bisher

Gegen den Tabellendritten lieferten die munteren Effretiker den bisher besten Saisonmatch. Abgesehen vom nackten Resultat imponierte der kompakt aufwartende FCE durch spielerische Qualität. Der Heimclub, mit einzelnen technisch wie taktisch begaben Talenten gespickt, agierte insgesamt zu kompliziert. Die wenigen Chancen nützte er jedoch resolut aus, so als er beim 1:0 und 2:2 von seltenen Patzern in der FCE-Verteidigung profitierte.

Die geradlinigen Gäste liessen sich nicht von der frühen Heimführung nicht beunruhigen. Mit Tempofussball und Spielverlagerungen sorgten für wiederholte Gefahr im Veltheimer Strafraum. Dabei erzielten sie sehenswerte Tore: Der Ausgleich zum 1:1 erinnerte an das Wembley-Goal, die Goals zum 3:2 und 5:2 waren die Ernte von gelungenen Direktpässen. Allerdings avancierte auch das 3:5 der Winterthurer, nach einem Spielzug wie aus dem Lehrbuch, zur Augenweide.

Absatz, Heber – kombiniert, gesündigt

Mit der Lust am Ausprobieren zauberte der Gastclub technische Kabinettstückchen hervor, etwa bei Pässen in die Schnittstellen per Absatz oder gefühlvollen Hebern. Ausserdem mit den Stärken Marke FCE (Kampf- und Teamgeist bis zum Spielende) ausgestattet, kombinierte er sich zu zahlreichen Torchancen, sündigte jedoch arg im Abschluss. Das Vergeben von hochkarätigen Möglichkeiten hätte beinahe den schliesslich zu knappen FCE-Sieg gekostet.

Apropos Effizienz: Wurden auf dem Flüeli gefühlte 20 Chancen für die fünf FCE-Tore benötigt, brauchte es auf dem Eselriet deren 15 für das «Stängeli». Gegen Hegi Winterthur, ein sichtlich bemühter, jedoch zu inferiorer Gegner, genügte eine durchschnittliche Leistung. Die erste Schulwoche nach den Ferien, zwei anstrengende Trainings und zwei Ernstkämpfe innert sechs Tagen: Der FCE spielte nicht mehr wir aus einem Guss und wirkte gegen die Winterthurer müde. Für das punktelose Schlusslicht, das gegen Effretikon ohne Ersatzspieler antrat und die gegnerische Verteidigung kaum zu beunruhigen vermochte, setzte es trotzdem die höchste Niederlage in dieser Meisterschaft ab (die Partie gegen den Leader Rümlang war mit 0:3 forfait gewertet worden).

Zehn erfolgreiche Lösungen

Bei den Einheimischen, die zweimal den Pfosten trafen, war die hohe Intensität aus dem Veltheim-Spiel nicht mehr vorhanden. Die noch vorhandene Kraft reichte aber, um «zehn erfolgreiche Lösungen zu finden, ein Tor zu erzielen», wie FCE-Trainer Mike Vojtech zu Protokoll gab. Mit diesen zwei Siegen (insgesamt der dritte Vollerfolg in Serie) preschte der FC Effretikon auf den 4. Platz vor.

Bis zum Saisonabschluss spielt er gegen Wiesendangen und Kloten. Gewinnt der FC Effretikon beide Male, beendet er die Herbstmeisterschaft 2021 auf dem starken 3. Platz – eine vor dem Saisonbeginn nicht unbedingt denkbar scheinende Rangierung. Die erste Bewährungsprobe wartet am Samstag, 6. November, um 10.00 Uhr, wenn der FCE auf der Sportanlage Rietsamen in Wiesendangen gegen den Tabellensiebten antritt.

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Fotos 1-3: Mike Vojtech und Biagio Vano, engagierte FCE-Trainer zum Wohle des Juniorenfussballs.
Fotos 4-5: Verteidiger Arion schraubte sich gegen Hegi zum Herrscher des Luftraums empor.
Fotos 6-7: Stürmer Benjamin schoss auf dem Eselriet das 9:0.
Bilder: Kathrin Manes
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Matchtelegramm Veltheim
Matchtelegramm Hegi