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2. Liga, Gruppe 2: FCE - FC Oerlikon/Polizei 1:4

Geschrieben von Mathijs Kläy am .

Effretikon mit (zu hoher) Niederlage beim 2.Liga Comeback
Endlich wieder 2.Liga im Effretiker Eselriet. Nach der überragenden Saison und dem verdienten Aufstieg vor knapp zwei Monaten startete man an diesem heissen Sonntagmorgen gegen den FC Oerlikon/Polizei Zürich ins Abenteuer 2.Liga. Die Zürcher gingen sicherlich als Favorit in dieses Spiel, hatte man doch in der vergangenen Saison lange um den Aufstieg gespielt und am Ende den starken dritten Schlussrang belegt. Für die Effretiker allerdings war klar, dass man sich nicht zu verstecken brauchte.

Wie immer im ersten Meisterschaftsspiel Mitte August gab es einige Absenzen zu vermelden. Effretikon fehlten heute Danko, Shahinaj, Heimgartner, Emrulahi und Q. Müller (Ferien) sowie Innenverteidiger Schanz (Schule / fehlt bis ca. Ende Oktober) und Peter (Auslandaufenthalt / fehlt komplette Hinrunde). Der Kader wurde im Sommer allerdings leicht ergänzt, weshalb man trotz diesen Absenzen 18 Mann auf dem Matchblatt hatte. Der FCE startete folgendermassen in diese Partie: Im Tor wie gewohnt Captain Kläy, vor Ihm die Viererkette mit Steiner, Lienhard, Müller und Schneller. Im defensiven Mittelfeld wurden Dabic und Zulfikari aufgestellt und für die Offensive waren Romario, Panzer, Fahrni und Murati zuständig. Enis Murati kam dabei also zu seinem Pflichtspieldebüt für Effretikon.

Man merkte beiden Mannschaften zu Beginn dieser Partie sehr gut an, dass es sich um das erste Spiel der Saison handelte. Viele Ungenauigkeiten waren die Folge, weshalb weder die Oerliker noch das Heimteam das Spielgeschehen vollends an sich reissen konnte. Im Laufe der ersten halben Stunde hatten die Gäste mehr Ballbesitz zu vermelden, kamen allerdings kaum richtig gefährlich vors Tor von Kläy. Einzig Blumenthal probierte es einmal aus spitzem Winkel, scheiterte aber an Effi’s Keeper. Effretikon versuchte nach Ballgewinnen jeweils schnell in die Offensive zu schalten, was auch immer wieder gelang. Romario hatte die wohl beste Chance in dieser Phase, als er wenige Meter vor dem Tor mit links abzog und am Gästekeeper scheiterte. Auch Murati sowie Dabic erspielten sich gute Abschlussmöglichkeiten, welche aber schlussendlich harmlos den Weg in die Arme von Almeida fanden. Effi’s Topscorer der letzten Saison, Adrian Fahrni, tauchte per Kopf ebenfalls gefährlich im Gästestrafraum auf, vermochte den Versuch aber nicht genügend zu drücken. In der 37igsten Spielminute versuchte sich Steiner mit einem Dribbling im eigenen Strafraum und verlor prompt den Ball. Oerlikons Djuric liess sich nicht zweimal bitten und versenkte eiskalt unten rechts. Ein ärgerlicher Gegentreffer für den Aufsteiger. Die Reaktion darauf war dann allerdings allererste Sahne. Mit einer Ballstaffete übers ganze Feld spielte man Dabic etwa 22 Meter vor dem Tor frei und als alle einen Schuss erwarteten steckte er den Ball perfekt durch zu Murati, welcher nur zwei Minuten nach dem 0:1 zum Ausgleich vollstreckte.

Noch war aber leider nicht Pause und die Gäste kamen noch einmal. Ein Lupfer hinter die Abwehr, kein Verteidiger läuft mit, Stürmer Matumona kommt völlig frei zum Kopfball und wiederum nur wenige Minuten nach dem Ausgleich führt der FCOP bereits wieder. Noch immer war etwas mehr als eine Minute zu spielen und die Zürcher wollten gleich nachlegen. Eine Massgenaue Flanke fand den völlig freistehenden Blumenthal. Seinen Kopfball aus sechs Metern Distanz konnte Kläy zum Glück für das Heimteam stark parieren, so dass man mit nur einem Tor Rückstand in die Pause ging. Natürlich war man in der FCE Kabine nicht zufrieden mit dem Resultat. Man hatte in der ersten halben Stunde ein leichtes Chancenplus vorzuweisen, aus dem man aber kein Profit geschlagen hatte. Das Fehler wie bei den Gegentoren in dieser Liga nun eher bestraft werden als in der letzten Saison, war nun auch den letzten klar geworden. Trotzdem war noch alles offen für die zweite Hälfte, gerade auch durch die Rettungstat Kläy’s kurz vor der Pause, wie Halimi mehrmals betonte.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte flachte die Partie etwas ab. Die Gäste hatten auf Ihre Anfälligkeit bei Kontern reagiert, standen nun leicht defensiver und versuchten den Ball länger zu halten. Auch das Heimteam agierte defensiv in dieser Phase souverän, so dass gefährliche Torraumszenen Mangelware waren. Für den grössten Aufreger sorgte Fahrni in der 65igsten Spielminute, als er aus der eigenen Hälfte sah das Keeper Almeida weit vor dem Gehäuse stand. Sein Schuss aus mehr als 50 Metern landete nur wenige Zentimeter neben dem Tor der Gäste. Halimi versuchte nun durch diverse Wechsel neue Impulse zu setzten, welche allerdings grösstenteils ausblieben. Beide Aussenverteidiger der FCE mussten in dieser Phase angeschlagen runter, so dass in der Hintermannschaft die Stabilität auch etwas verloren ging. Dies wussten die Gäste in der 75igsten Minute auszunutzen, als Frangella sich etwas zu leicht durch den Sechzehner tanken konnte und alleine vor Kläy zur Vorentscheidung traf. Die Kräfte schwanden nun merklich beim Heimteam und so kam Oerlikon noch zu weiteren Chancen. Zuerst parierte Kläy im eins gegen eins, beim anschliessenden Eckball entschärfte er den Kopfball von Rapisarda. Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit tankte sich noch einmal Matumona über links in Effretikons Strafraum und liess sich im Zweikampf mit Ngari sehr leicht fallen. Zum Entsetzen der Effretiker Hintermannschaft zeigte der Schiedsrichter tatsächlich auf den Punkt. Ein zumindest sehr fragwürdiger Entscheid. Djuric war es egal, in Panenka Manier vollstreckte er zum 4:1. In der Nachspielzeit spielte Romario noch einmal Fahrni frei, sein unter Druck abgegebener Lupfer touchierte leider nur den Aussenpfosten.

Am Ende sieht das 4:1 «brutal» aus, die Effretiker müssen nach der eigenen Leistung aber keinesfalls die Köpfe hängenlassen. Über weite Strecken war man dem FCOP zumindest ebenbürtig. Was man von den Gästen sicherlich noch lernen kann ist die Souveränität mit dem man aufgetreten ist. Für den FCE heisst es abhaken und nach vorne schauen. Am nächsten Sonntag trifft man um 12:30 auswärts auf den FC Wallisellen und will versuchen, die ersten Punkte in der noch jungen Saison zu sammeln.